FAQs

Die Produkte von Motherlove Herbal Company sind auf die Belange von Frauen in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Stillzeit abgestimmt. Genauere Angaben zu jedem Produkt finden Sie in den jeweiligen Produktkategorien auf dieser Homepage. Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die wir häufig zu unseren Produkten, zu Schwangerschaft und zum Stillen erhalten haben.

Was ist die empfohlene Menge für die Nahrungsergänzungsmittel?

Vegetarische Kapseln:

  • Unter 80 kg Körpergewicht: 1 Kapsel 4 x täglich
    Über 80 kg Körpergewicht: 2 Kapseln 3 x täglich

Die Kapseln können mit einer kleinen Menge Flüssigkeit (30-60 ml) eingenommen werden. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn 20 Minuten vor und nach der Einnahme nichts getrunken wird. Bei den meisten Frauen setzt eine verstärkte Milchbildung 1-2 Tage nach der Einnahme von More Milk Plus-Kapseln ein.

Wie lange reichen die Motherlove-Kapseln bei der empfohlenen Menge?

Da dies von der Dosis und dem Körpergewicht abhängt, können wir hier nur ungefähre Zahlen nennen:

  • 60 Kapseln: 10 Tage – 2 Wochen
  • 120 Kapseln: 20 Tage – 4 Wochen

Wie kann ich die Wirksamkeit der Motherlove-Kapseln unterstützen?

Vergewissern Sie sich, dass Sie die Ihrem Körpergewicht entsprechende Menge gemäß der Verwendungsempfehlung auf der Verpackung einnehmen. Sie können die Kapseln mit etwas Flüssigkeit (30-60 ml) einnehmen. Obwohl eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme über den Tag verteilt speziell während der Stillzeit außerordentlich wichtig ist, sollten Sie 20 Minuten vor und nach der Einnahme dieser Kapseln nichts trinken. Wenn Sie die Kapseln mit mehr Flüssigkeit einnehmen, wird die Wirkung der Heilkräuter in Ihrem Körper verwässert. Haben Sie immer noch zu wenig Milch, nehmen Sie Ihre Dosis ein oder zwei Mal mehr pro Tag ein, aber nicht mehr als 6 x täglich. Wird Ihre Milchbildung dadurch auch nicht gesteigert, gibt es vielleicht ein anderes Produkt von Motherlove, das Ihren Bedürfnissen besser entspricht.

Wie lange soll ich die vegetarischen Kapseln More Milk Plus einnehmen?

Jede Mutter hat andere Bedürfnisse. Bei einigen Müttern kann eine Einnahme über einen kurzen Zeitraum die Milchbildung ausreichend anregen, so dass keine weiteren Kapseln mehr nötig sind, sobald sich „Angebot und Nachfrage“ im Stillrhythmus wieder eingependelt haben. In anderen Fällen kann die tägliche Dosis für ausreichend Muttermilch reduziert werden, sobald die gewünschte erhöhte Milchbildung durch die Einnahme der Kapseln eingesetzt hat. Es gibt aber auch Mütter, die während der ganzen Stillzeit milchbildende Nahrungsergänzungsmittel benötigen, um ihren Säugling ausreichend mit Muttermilch zu versorgen. Wir möchten alle stillenden Mütter ermutigen, auch selbst herauszufinden, welche Dosis den Bedürfnissen des wachsenden Babys am besten entspricht.

Was ist der Unterschied zwischen Heilkräuter-Flüssigextrakten/Kapseln von Motherlove und Kräutertees und Kapseln aus getrockneten Pflanzen?

Die Flüssigextrakte von Motherlove werden aus Heilkräutern gewonnen, die in kontrolliert biologischem Anbau zum Zeitpunkt ihrer höchsten Wirksamkeit gepflückt und verarbeitet werden. Bei Flüssigextrakten bleibt die Qualität erhalten. Außerdem haben sie eine hohe Absorptionsfähigkeit. Bei getrockneten Kräutern hingegen sinkt der Wirkstoffgehalt mit der Zeit, wodurch sie weniger wirksam werden.

Sind diese Heilkräuter unbedenklich?

Die Kräuter in unseren Produkten werden in vielen Ländern täglich als Küchengewürz verwendet. Bockshornklee und Fenchel sind fester Bestandteil der Küche des Nahen Osten. Bockshornklee wird auch zur Herstellung von Ahornaromen verwendet. Die Brennnessel, ein wahrer Gesundbrunnen, ist ein schmackhaftes Gewürzkraut und enthält viele wertvolle Mineralien, wie Eisen, Kalzium und andere Spurenelemente. Geißraute und Bockshornklee werden auch im Viehfutter verwendet.

Können bei den Heilkräuterextrakten von Motherlove allergische Reaktionen auftreten?

Prinzipiell kann jedes aufgenommene Nahrungsmittel allergische Reaktionen hervorrufen. Die Flüssigextrakte sind frei von Spuren von Milch oder Milchprodukten, Ei, Fisch, Schalentieren, Nüssen, Erdnüssen, Weizen, Gluten oder Soja. Die vegetarischen Kapseln enthalten gentechnikfreies Sojalecithin. Bockshornklee und Geißraute gehören zur Familie der Hülsenfrüche, wie auch Sojabohnen oder Erdnüsse. Personen, bei denen eine Allergie auf Pflanzen dieser Familie bekannt ist, sollten diese Produkte mit Vorsicht einnehmen. Unterbrechen Sie die Einnahme, wenn bei der Mutter oder dem Säugling Nebenwirkungen auftreten.

Mit Bockshornklee kann es zu vermehrter Schweißabsonderung, Blähungen und/oder weichem Stuhl kommen. Der Körper kann einen Ahornsirup ähnlichen Geruch absondern. Bockshornklee und Geißraute können zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen. Normalerweise müssen dazu aber weitaus größere Mengen als in unseren Produkten enthalten eingenommen werden. Frauen, die Insulinpräparate verabreicht bekommen oder unter Hypoglykämie leiden, sollten vor der Einnahme ihren Hausarzt kontaktieren. Wie bei allen Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmitteln sollte die Einnahme unterbrochen werden, wenn bei der Mutter oder dem Säugling Nebenwirkungen auftreten.

Sind die Produkte von Motherlove glutenfrei?

Ja, alle Motherlove-Produkte sind glutenfrei.

 

Warum soll ich stillen?

Mit dem Stillen wird Ihr Baby optimal mit den nötigen Nährstoffen versorgt und die körperliche Entwicklung des Kindes gefördert.

  • Stillen ist super für Säuglinge.
    Frischgebackene Eltern wünschen sich für ihr Baby natürlich nur das Beste. Für die Ernährung eines Säuglings ist Muttermilch unschlagbar. In über 20 Jahren Forschung wurde in Studien festgestellt, dass Säuglinge mit der Muttermilch die optimale Ernährung erhalten, die sie zudem auch vor Krankheiten schützt. Im Vergleich zu Säuglingen mit Flaschennahrung ist die Rate der Krankenhausaufenthalte bei Stillkindern geringer. Außerdem erkranken diese Babys weniger oft an Mittelohrentzündungen, Durchfall, Dermatitis, Allergien oder anderen Krankheiten. (FDA – Amerikanische Arzneimittelbehörde)
  • Das eiweißreiche Kolostrum (direkt nach der Geburt) setzt das Immunsystem eines Säuglings perfekt in Gang. (Proceedings of the National Academy of Sciences)
  • Es wird geschätzt, dass Flaschenkinder 14 Mal häufiger im Krankenhaus sind als Stillkinder. (Journal of Human Lactation, Nr. 2, 1993)
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO und viele andere Expertengremien ermutigen Frauen, so lange wie möglich, mindestens jedoch ein Jahr, zu stillen, da Muttermilch die wertvollste Nahrung für das Baby darstellt und es gegen Infektionen schützt. (Stillrichtlinien der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde AAP). Die AAP empfiehlt außerdem, für die Dauer der ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen. Danach kann bei fortgesetztem Stillen bis zum Ende des ersten Jahres langsam feste Nahrung zugefüttert werden.
  • Muttermilch enthält über 100 Substanzen, die in Flaschennahrung nicht enthalten, für die Entwicklung des Babys aber essentiell nötig sind. Dazu gehört z.B. Cholesterin, das für die Bildung und Entwicklung der Hirnhaut wichtig ist. Außerdem wird es von vielen Enzymen für den Stoffwechsel benötigt. Eine weitere Substanz ist DHA (Docosahexaensäure), die die Gehirnfunktionen des Babys und spätere kognitive Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst.
  • Stillen senkt deutlich das Risiko und die Schwere von Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Krebs im Kindesalter, Adipositas (Fettleibigkeit) und Asthma. Zudem erkranken Stillkinder weniger häufig an Allergien, Magen-/Darminfekten, Mittelohrentzündungen, Erkrankungen der unteren Atemwege, bakterieller Meningitis, Infektionen des Harntraktes und anderen Krankheiten. Studien haben gezeigt, dass selbst bei einer Stilldauer von vier Monaten die Entstehung von Krebs, Morbus Crohn, Hodgkin-Lymphom und Diabetes mellitus bei Kindern reduziert wird. (Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde AAP)
  • Mit Blick auf Diabetes mellitus und der Verbesserung der Glukose-Homöostase legt eine neue Studie die Erkenntnis nahe, dass das Stillen hier Säugling und Mutter gleichermaßen schützt. Bei Frauen, die mindestens 1 Jahr stillten, lag das Risiko, Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln um 15 Prozent niedriger als bei Frauen, die ihre Kinder nicht stillten. Jedes weitere Stilljahr verringerte das Risiko um weitere 15 Prozent. (Journal of American Medical Association, Band 294 Nr. 20, November 2005)
  • Mit der Muttermilch nimmt der Säugling passive und aktive Antikörper aller Krankheiten auf, die die Mutter durchgemacht hat.
  • Muttermilch erhöht kognitive Intelligenz und wirkt als Analgetikum bei schmerzhaften medizinischen Eingriffen. (Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde AAP)
  • Eine Studie bei Frauen im ländlichen China fand heraus, dass die Mütter, die mindestens 2 Jahre stillten, ein um 50 Prozent geringeres Risiko hatten, an Brustkrebs zu erkranken. (American Journal of Epidemiology).
  • Als weiteren Vorteil des Stillens für die Mutter reduziert sich das Risiko eines Eierstockkrebs. Außerdem erreichen stillende Mütter schneller wieder das Gewicht, das sie vor der Schwangerschaft hatten.
  • Bei stillenden Müttern konnte außerdem ein gesünderer Knochenbau festgestellt werden. Auch wenn zu Beginn des Stillens etwas Knochensubstanz abgebaut wird, wird dieser Verlust innerhalb von zwei Jahren nach der Geburt durch neue Knochensubstanz ersetzt.. Mit dem Stillen haben Mütter die einmalige Chance, in ihrem Körper kleine Knochenrisse zu reparieren oder umzuformen, wodurch Knochen tatsächlich stärker werden können. In der Folge sind sie später weniger anfällig für Brüche durch Osteoporose. (Baylor College of Medicine).
  • Derzeit führt die Johns Hopkins University eine Studie durch, die den positiven Einfluss einer Schwangerschaft auf die Knochenstruktur zeigen soll.
  • 1994 wurden in einer Studie die Brustkrebsraten von Frauen mit unterschiedlicher Stilldauer und Frauen, die nie stillten, verglichen. Definiert man die Brustkrebsquote vor Einsetzen der Menopause der Frauen, die nie stillten, als 1,00, ergeben sich für das relative Brustkrebsrisiko für stillende Frauen folgende Werte: Stilldauer 3 Monate oder weniger 0,85; Stilldauer 4-12 Monate 0,78; Stilldauer 13-24 Monate 0,66; Stilldauer über 24 Monate 0,72; Für alle stillende Mütter 0,78. (Newcomb, P.A., et. al. The New England Journal of Medicine 330 (2), S. 81-87)
  • Ebenfalls 1994 beschäftigte sich eine weitere Studie mit der Frage, ob bei Frauen, die als Babys gestillt wurden, später seltener Brustkrebs auftrat. Sowohl für Brustkrebserkrankungen vor als auch nach der Menopause ergab sich für Frauen, die, wenn auch nur für kurze Zeit, gestillt wurden, ein um 25 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko als bei Frauen, die als Säugling nur Flaschennahrung bekamen. (Freudenheim, J., et. al. Epidemiology 5: S. 324-331)
  • In den USA ist Leukämie die häufigste Todesursache von an Krebs erkrankten Kindern unter 15 Jahren. Die akute lymphoblastische Leukämie (ALL) machte 78 % aller zwischen 1975 und 1995 diagnostizierten Leukämieerkrankungen im Kindesalter in den USA aus. Die Quote der akuten myeloischen Leukämie (AML) betrug 16 %. Neuere Studien legen den Schluss nahe, dass bei Kindern, die länger als 6 Monate gestillt wurden, das Risiko einer ALL um 24 % und das einer AML um 15 % niedriger ist. Aber auch kürzere Stillzeiten (weniger als 6 Monaten) hatten ebenfalls eine Schutzwirkung im Bezug auf ALL (12 % geringeres Risiko) und AML (10 % geringeres Risiko). (Environmental Health Perspectives, Band 113, Nummer 2, Februar 2005)
  • Stillen kann Kinder gegen Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie schützen. Gluten ist ein Eiweiß, das in Getreide, wie Weizen, Roggen und Gerste, vorkommt. Bei Kindern, die zuerst regelmäßig gestillt wurden, bevor sie das erste glutenhaltige Nahrungsmittel erhielten, was das Zöliakierisiko um 52 niedriger als in der nicht gestillten Vergleichsgruppe. (Archives of Disease in Childhood, November 2005)
  • Neben all den gesundheitlichen Aspekte ist Stillen auch eine ökologisch verantwortliche Wahl, denn die Herstellung und Verpackung von Säuglingsnahrung verbraucht einen beträchtlichen Anteil der natürlichen Ressourcen. Schätzungen gehen von 87.230 Tonnen Weißblech und Papier aus, die jährlich als Verpackungsmaterial der Säuglingsnahrung benötigt werden. (La Leche Liga, Mai 2002)
  • Stillen ist billig! Durch ausschließliches Stillen könnten jährlich rund 3,6 Mrd. US Dollar eingespart werden durch geringere Kosten im Gesundheitssystem, weniger Fehlzeiten durch Krankheiten und geringe Umweltbelastungen, nicht zuletzt auch durch weniger Energieverbrauch. (Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde AAP)
  • Stillen bedeutet ein deutlich gesünderes Leben für Kleinkinder und Mütter. Dadurch lassen sich nicht nur für die Eltern Kosten sparen, sondern auch für Versicherungsgesellschaften, Arbeitgeber, kurz für die ganze Volkswirtschaft, weshalb der medizinische und ökonomische Wert des Stillens nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Um von den gesundheitlichen und ökonomischen Vorteilen des Stillens zu profitieren, muss das Stillen in der Bevölkerung unterstützt und gefördert werden.

Wenig Muttermilch?

Wie entsteht ein Mangel an Muttermilch?

Ein Mangel an Muttermilch kann unterschiedliche Gründe haben. Dazu gehören unzureichende Ernährung der Mutter oder Stress, aber auch wenn das Baby nicht richtig angelegt wird oder nicht stark genug saugen kann, um die Milchproduktion anzuregen. Schließlich kommt es auch darauf an, ob die Mutter das Stillen als angenehm empfindet. Wird diesen Punkten genügend Aufmerksamkeit geschenkt, werden sich Stillprobleme in den meisten Fällen von selbt lösen. Kontaktieren Sie eine Stillberaterin, die Ihnen bei zu wenig Muttermilch weitere Ratschläge geben kann.

Wie kann die Milchbildung erhöht werden?

  • Milchbildende Heilkräuter sind schon seit ewigen Zeiten dafür bekannt, dass sie die Milchproduktion von stillenden Müttern steigern. Wenn Sie zu wenig Milch haben, können Sie spezielle Tees trinken oder Kräuterextrakte, wie Tinkturen (auf Alkohol- oder Wasserbasis) oder alkoholfreie Glyceride, aus folgenden Kräutern zu sich nehmen: Bockshornklee, Benediktenkraut, Brennnessel, Anis, Dill, Fenchelsamen, Geißraute, Himbeerblätter und Luzerne. Das Produkt Mehr Milch von Motherlove enthält Benediktenkraut, Brennnessel und Fenchelsamen. Mehr Milch Plus enthält Bockshornkleesamen, Benediktenkraut, Brennnessel und Fenchelsamen. Mehr Milch Zwei für stillende Mütter mit einem älteren Baby, die bereits wieder schwanger sind, enthält Himbeerblätter, Brennnessel und Luzerne. Unser neuestes Präparat, Mehr Milch Spezialmischung, enthält zusätzlich zu den Wirkstoffen der beliebten Mehr Milch Plus-Kapseln Geißraute. Vermeiden Sie Petersilie und Salbei, die die Milchbildung drosseln.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine gut ausgewogene Ernährung mit ausreichender Kalorienzufuhr (sogar mehr als während der Schwangerschaft). Sie sollte reich an Vitaminen und Mineralstoffen sein, denn es muss für Sie und Ihre Milch reichen. Achten Sie besonders auf kalzium-, eisen- und eiweißreiche Kost. Vermeiden Sie Fast Food. Denken Sie daran, dass alles, was Sie essen, in Ihre Milch kommt. Nehmen Sie täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich, am besten frisches Wasser und Kräutertee.
  • Mangelndes Selbstvertrauen: Manchmal dauert es etwas, bis Sie sich an Ihr neues Leben als Mutter gewöhnt haben. Das ist ebenfalls ganz normal und manche Frauen fühlen sich zu Beginn unwohl! Sie müssen sich auch zuerst mit den ungewohnten Gefühlen beim Stillen vertraut machen, sowohl mit den angenehmen als auch mit den schmerzhaften. Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie sich wohl fühlen. Bis Sie mehr Übung im Stillen haben, kann es für Sie hilfreich sein, an einem zurückgezogenen und stillen Platz zu stillen. Durch Augenkontakt mit Ihrem Baby beim Stillen können Sie sich besser entspannen und eine tiefe emotionale Bindung zu Ihrem Kind aufbauen. Besuchen Sie eine Stillgruppe in Ihrer Nähe, um sich auszutauschen.
  • Stress: Stillen ist sehr kräftezehrend und kann auch emotional sehr anstrendend sein. Aus diesem Grund sollten Sie herausfinden, wie Sie am besten entspannen und Stress abbauen können (stille Zeit für Sie alleine, mit jemandem reden, Sport treiben, sich ausruhen, ein warmes Bad nehmen). Und lassen Sie sich im Haushalt und bei der Betreuung der Geschwisterkinder helfen.
  • Mentales Training: Stellen Sie sich bildlich einen Milchstrom vor, der ohne jegliche Anstrengung fließt und ihr Kind mit allem versorgt, was es für ein gesundes Wachstum braucht.

Wo gibt es weitere Informationen?

  • Die La Leche Liga-Stillgruppen gibt es im ganzen Land, auch in Ihrer Nähe. Es gibt freiberufliche Stillberaterinnen, die Sie auch über Ihr Krankenhaus erreichen können. Das Internet bietet ebenfalls eine Reihe von Homepages zu Fragen rund ums Stillen. Hier eine Auswahl:
  • The Nursing Mother’s Herbal, by Sheila Humphrey, Fairview Press Minneapolis, 2003.
  • The Nursing Mother’s Companion, Kathleen Huggins, Harvard Common Press, 1999.
  • ProMom Promotion of Mother’s Milk, Inc.
  • Breastfeeding Coalition

Wunde Brustwarzen/Soor

Was kann ich gegen wunde Brustwarzen tun?

  • Verändern Sie oft Ihre Stillposition, bis Sie die für Sie bequemste Haltung gefunden haben. Versuchen Sie, sich zu entspannen und drücken Sie etwas Milch heraus, so dass Milch bereits fließt, wenn Sie Ihr Baby anlegen. Achten Sie darauf, dass Ihre Brüste leer sind, damit kein Milchstau entsteht.
  • Lassen Sie frische Luft und Sonnenlicht so oft wie möglich an Ihre Brüste.
  • Waschen Sie die Brustwarzen nicht mit Seife.
  • Tragen Sie auf Ihre Brustwarzen eine Creme mit Olivenöl und heilenden Kräutern, wie Ringelblume, Kamille, Eibisch auf (siehe Brustwarzencreme von Motherlove). Schafgarbe, Aloe Vera und Honig wirken ebenfalls bei Hautrissen und fördern einen schnellen Heilungsprozess. Diese Substanzen müssen aber vor dem Stillen abgewaschen werden.
  • Legen Sie warme, feuchte Teebeutel mit Schwarztee auf. Das Tannin im Tee hat heilende Wirkung.
  • Sie können auch unter Soor, einer Hefepilzinfektion, leiden, was zu wunden und rissigen Brustwarzen führen kann.

Was ist Soor?

Soor ist eine Infektion mit Hefepilzen (Candida albicans), die fast überall wachsen können, so auch in den Hautfalten Ihres Babys. Soor erkennen Sie an roten oder geröteten Flecken am Hals, in den Achselhöhlen und auf den Oberschenkeln. Auf der Zunge und der Mundschleimhaut findet sich ein weißer Belag. Es kann sich auch in einer hartnäckigen Windeldermatitis niederschlagen. Überträgt sich Soor auf die Brustwarzen einer stillenden Mutter, wird das Stillen schmerzhaft. Die Brustwarzen sind gerötet und rissig und jucken. Manchmal weisen sie auch einen weißen Belag auf. Auch wenn die Symptome nur bei der Mutter oder dem Säugling auftreten, sollten beide behandelt werden, um eine gegenseitige Reinfektion zu vermeiden.

Was kann ich tun?

  • Um Soor wirksam zu bekämpfen, ist ein ganzheitlicher Ansatz notwendig, der auch die Ernährung und hygienische Aspekte zu Hause einschließt.
  • Soor wird wie eine Hefepilzinfektion behandelt. Essen Sie verstärkt Lebensmittel, die das natürliche Gleichgewicht der Bakterien im Verdauungstrakt wieder herstellen. Dazu gehört Jogurt mit Lebendkulturen und Acidophilus-Bakterien in flüssiger Form oder als Pulver. Für Säuglinge können Acidophilus-Präparate verdünnt werden, mit denen die Mundschleimhaut abgetupft wird. Probiotische Präparate, die die „gesunde“ Darmflora fördern, sind als Kapseln auch für Kleinkinder erhältlich. Essen Sie weniger Lebensmittel mit Hefe und reduzieren Sie den Zucker in Ihrer Ernährung.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem mit Kapseln, die Vitamin C, Zinc, Vitamin B, Echinacea oder Knoblauch enthalten.
  • Waschen Sie sich öfter die Hände mit Seife, um eine Verbreitung der Soor-Bakterien zu verhindern. Hefepilze können sich auch auf Handtüchern ansiedeln. Deshalb ist die Verwendung von Papierhandtüchern vorteilhaft, bis alle Anzeichen von Soor verschwunden sind. Waschen Sie Badetücher nach einmaligem Gebrauch und geben Sie etwas Essigessenz ins Spülwasser (Hefepilze vertragen destilliertes Wasser und den PH-Wert nicht). Und zu guter Letzt achten Sie darauf, dass die Handtücher vor dem erneuten Verwenden vollständig trocken sind.
  • Sterilisieren Sie alle Gegenstände, die mit dem Mund des Kleinkinds oder Muttermilch in Berührung kommen, mit heißem Wasser oder geben Sie sie in die Spülmaschine, um eine Verbreitung des Hefepilzes zu verhindern. Reinigen Sie mit Schimmelpilz befallene Stellen (feuchte oder schimmlige Ecken, Badezimmerböden, Fensterbretter usw.) mit einem Bleichmittel oder Essigessenz.
  • Tupfen Sie die Mundschleimhäute des Babys 4 x täglich mit einer Lösung aus Backpulver und Wasser (1 Teelöffel Backpulver in einer Tasse Wasser auflösen). Sie können auch den Mund innen und Ihre Brustwarzen mit Jogurt mit aktiven Kulturen bestreichen.
  • Sprühen Sie auf feuchte Körperstellen (Achselhöhlen und Hautfalten des Babys, Brustunterseite) eine Mischung aus 1/4 Tasse Essigessenz und 1 Tasse Wasser. Tragen Sie die Flüssigkeit mehrmals täglich auf und setzen Sie die Behandlung bis zwei Wochen nach Abklingen der Symptome fort. Tragen Sie Rotulmenpuder auf Ihre Brustwarzen und die Hautfalten des Babys auf, damit die Stellen trocken bleiben. Der Puder unterstützt außerdem den Heilungsprozess.
  • Lassen Sie frische Luft und Sonnenlicht so oft wie möglich an Ihre Brüste. Tragen Sie keine Brusthütchen und wechseln Sie Stilleinlagen oft. Verzichten Sie, wenn möglich, auf einen BH und wechseln Sie Ihre Bluse oder Ihr T-Shirt, sobald Milch durchnässt. Soor-Bakterien entwickeln sich nämlich hervorragend in Milch und Feuchtigkeit.
  • Waschen Sie nach dem Stillen Ihre Brustwarzen mit Apfelessig (1 Teelöffel auf eine halbe Tasse Wasser). Den Essig müssen Sie aber vor dem erneuten Stillen wieder abwaschen.
  • Olivenöl besitzt antimykotische Eigenschaften. Tragen Sie Olivenöl oder eine Kräutercreme auf Olivenölbasis auf Ihre Brustwarzen auf. Nehmen Sie eine Substanz, die Sie vor dem Stillen nicht abwaschen müssen.
  • Zu den Kräutern mit antimykotischen Eigenschaften zählen Myrrhe, Berberitze, Schwarznuss, Kanadische Gelbwurzel, Olivenblätter und Lapacho. Unsere Windeldermatitis-Salbe wirkt auch gegen Soor auf Brustwarzen.
  • Grapefruitkernextrakt (GKE) wirkt antimikrobiell und wird aus den Kernen und Schalen der Grapefruit gewonnen. Stillberaterinnen empfehlen diese Substanz als Mittel gegen Soor. Betupfen Sie mit einer Lösung aus 10 Tropfen Grapefruitsamenextrakt und 30 ml destilliertes Wasser stündlich die Brustwarzen und die Mundhöhle des Babys (Gaumen, Wangen und Zunge). Außerdem sollten Sie vor dem Stillen nochmals den Mund des Säuglings und nach dem Stillen Ihre Brustwarzen betupfen. Bedenken Sie aber, dass diese Substanz sehr bitter schmeckt! Im Internet finden Sie weitere Informationen zum Grapefruitkernextrakt (GKE) und Anwendungsempfehlungen (englische Homepage von Dr. Jay Gordon).
  • Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe.

Unerwünschte Zusatzstoffe in Körperpflegeprodukten

Sie sollten nie vergessen, dass alles, was Sie auf Ihre Haut auftragen, auch in den Fötus dringen kann. Wenn es um die äußerst empfindliche Haut eines Neugeborenen oder Kleinkinds geht, ist es umso wichtiger, nur absolut sanfte und pflegende Produkte zu verwenden.
In der EU sind über 1.000 Chemikalien in Kosmetikprodukten verboten. Ein „natürliches“ Produkt kann mit künstlichen Farb- oder Duftstoffen versetzt werden. In vielen teuren Produkten finden sich dieselben Inhaltsstoffe und problematischen Chemikalien wie in Billigmarken. Viele „übliche“ Synthetika werden nun mit Allergien, Asthma, chronischem Erschöpfungssyndrom, Hodenmissbildungen, geringere Spermienkonzentration und Brustkrebs in Verbindung gebracht.
„Natur-“ oder „Bioprodukte“ zu kaufen ist leider keine Garantie dafür, dass sie frei von gefährlichen Chemikalien sind. Überprüfen Sie auf alle Fälle die Angaben auf der Verpackung sorgfältig. Viele Experten halten PVC (Polyvinylchlorid) oder Vinyl als den gefährlichsten, karzinogenen Kunststoff. Eine andere umstrittene Chemikalie ist Bisphenol A (BPA), die als Hauptbestandteil bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen (z. B. für Babyfläschchen) verwendet wird. Die Chemikalien penetrieren die eingefüllten Lebensmittel und werden dann mit der Nahrung aufgenommen.
Motherlove verwendet ausschließlich reine Inhaltsstoffe und gesundheitlich unbedenkliches, recycling-fähiges Verpackungsmaterial für die Produkte. Aus diesem Grund ist es ein gutes Zeichen, dass unsere Produkte ein Ablaufdatum haben. Damit wissen Sie, dass keine Konservierungsmittel oder andere künstliche Inhaltsstoffe enthalten sind, die die Haltbarkeit verlängern. Das erwarten Sie von „echten Lebensmitteln“, und das sollten Sie auch von Körperpflegeprodukten erwarten.
Im folgenden finden Sie eine Liste der gebräuchlichsten Inhaltsstoffe von „natürlichen“ Körperpflegeprodukten und ihren Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
  1. Ceteareth-6
    Das Prüfungskomitee des amerikanischen Kosmetikverbands Cosmetic Ingredient Review (CIR) hat sich dafür ausgesprochen, diesen Stoff in Produkten zu verbieten, die mit verletzter oder beschädigter Haut in Berührung kommen.
  2. Steinkohlenteer
    Mitte Juli 1997 wurde Steinkohlenteer für Kosmetika wegen krebserregender und krebsverdächtiger Substanzen verboten. Der Stoff wurde besonders in Haarfärbemitteln und Anitschuppen-Haarshampoos verwendet. Auch heute enthalten noch viele Haarfärbemittel Zusatzstoffe aus Steinkohlenteerderivaten.
  3. Diethanolamin (DEA) und Triethanolamin (TEA)
    Diese Chemikalien wirken als Weichmacher in Körperlotionen oder als Feuchthaltemittel in Hautpflegeprodukten und zur Einstellung des pH-Wertes. In Kombination mit Fettsäuren wandeln sie Säure in Salze (Stearate) um, die als Grundlage für Reinigungsmittel dienen. TEA ist allergieauslösend, bringt Augenprobleme, und trockenes Haar und trockene Haut. Sowohl DEA als auch TEA sind häufig mit Nitrosaminen kontaminiert, die stark krebserregend sind.
  4. Imidazolidinylharnstoff und Diazolidinylharnstoff
    Neben Parabenen die am häufigsten verwendeten Konservierungsstoffe. Es ist nachgewiesen, dass sie die Hauptursache für Kontaktallergien sind (Amerikanische Akademie der Hautärzte). Sie setzen hohe Konzentrationen von Formaldehyd frei. Diese beiden Chemikalien, die besser bekannt sind als Germall II und Germall 115, besitzen im Grunde genommen keine fungizide Wirkung, weshalb sie mit anderen Konservierungsstoffen kombiniert werden müssen. Germall 115 setzt Formaldehyd bereits bei Temperaturen über 10°C frei.
  5. Mineralöl
    Ein Erdölderivat, das in vielen Feuchtigkeitscremes oder -lotionen zu finden ist und schwerwiegende allergische Reaktionen hervorruft.
  6. Parabene (Methyl-, Propyl-, Butyl-, Ethyl-Paraben)
    Werden häufig als Konservierungsstoffe und wegen ihrer antimikrobiellen Wirkung in Kosmetikprodukten verwendet, obwohl ihre toxische Wirkung bereits nachgewiesen ist. Sie sind außerdem eine häufige Ursache für Kontaktdermatitis. Methylparaben verbindet Benzoesäure mit der Methylgruppe von Chemikalien, die hoch toxisch sind. Diese Stoffe werden auf Etiketten als Para-Hydroxy-Benzoesäure-Ethylester (PHB-Ethylester) angegeben. Studien mit Nagetieren haben nachgewiesen, dass Parabene ähnlich wirken wie das Hormon Östrogen. Laborversuche zeigten, dass diese Chemikalien den Wachstum von Brustkrebszellen im menschlichen Körper fördern.
  7. Vaseline (Petrolatum)
    Aus Erdölrückständen gewonnenes, billiges weiches Wachs, das Hautprobleme, wie Lichtüberempfindlichkeit verursacht. Außerdem stört es den körpereigenen Feuchtigkeitshaushalt, was zu trockener und spröder Haut führt. Ironischerweise ruft dieser Stoff genau die Erscheinungen hervor, die er eigentlich heilen soll!
  8. Phthalate
    Werden allgemein als „Duftstoffe“ bezeichnet und werden leicht über Fingernägel, Haut oder Lunge aufgenommen. Im Juli 2005 führten die amerikanischen Zentren für Seuchenbekämpfung und -prävention CDC im Rahmen einer Studie zur „Belastung des Körpers“ Untersuchungen durch. Dabei wurden bei allen untersuchten Personen abgewandelte Formen von Dibutylphthalaten nachgewiesen, die in Nagellacken oder synthetischen Parfüms eingesetzt werden. Phthalate können Leberkrebs verursachen und zu Geburtsfehlern bei Labortieren führen. Eine Studie der Universität von Minnesota zu Perspektiven der Umweltgesundheit fand einen Zusammenhang zwischen Phthalaten und Genitalmissbildungen bei neugeborenen Jungen.
  9. Propylenglykol
    Dieser Zusatzstoff wird häufig aus einem pflanzlichen Glyzerin vermischt mit Ethanol, die beide natürlich sind, hergestellt. Normalerweise ist es eine kosmetische Form des Mineralöls. In Haut- und Haarpflegeprodukten wirkt Propylenglykol als Feuchthaltemittel, d.h. der Feuchtigkeitsgehalt von Haut oder kosmetischen Produkten bleibt aufrechterhalten. Der synthetische Stoff ruft allergische Reaktionen hervor, verschließt die Hautporen und führt zu Hautflecken.
  10. PVP/VA Copolymer
    Eine Chemikalie aus Erdölprodukten, die meist in Haarsprays, aber auch anderen Kosmetikprodukten verwendet wird. Da sie bei empfindlichen Personen Abwehrreaktionen gegen körperfremde Stoffe in der Lunge auslösen können, gelten diese Stoffe als toxisch.
  11. Sodium-Lauryl-Sulfat
    Ein synthetischer Stoff, der meist in Haarshampoos aufgrund seiner reinigenden und schaumbildenden Eigenschaften verwendet wird. Er kann zu Augenirritationen, Dermatitis, Haarausfall, trockener Haut und allergischen Reaktionen führen. In Pseudo-Bio-Kosmetikprodukten wird seine Verwendung häufig mit dem Zusatz „Aus Kokos hergestellt“ verschleiert. In einem Bericht über die Unbedenklichkeit von Sodium-Lauryl-Sulfat kam das Journal des Amerikanischen Instituts der Toxikologie 1983 zu dem Schluss, dass es Anzeichen dafür gibt, dass Sodium-Lauryl-Sulfat über Hautkontakt in Herz, Lunge und Gehirn eindringt und sich dort anreichert.
  12. Stearalkoniumchlorid
    Diese Chemikalie wurde von der Textilindustrie als Weichmacher entwickelt. In Haarspülungen ist sie billiger und einfacher zu verwenden als Protein- oder Kräuterzusätze. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
  13. Synthetische Farbstoffe
    Synthetische Farbstoffe werden verwendet, damit Kosmetikprodukte „hübsch“ aussehen. Auch in Verbindung mit Haarfärbemitteln sollten sie vermieden werden, da sie im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Sie sind auf den Etiketten als E-Nummern angegeben (z.B. E 104, Chiloningelb).
  14. Synthetische Duftstoffe
    Synthetische Duftstoffe enthalten bis zu 200 verschiedene Inhaltsstoffe. Oft ist eine genaue Bestimmung der Chemikalien nicht möglich, da nur „Duftstoffe“ angegeben wird und eine genaue Angabe der chemischen Zusatzstoffe nicht erforderlich ist. Diese Chemikalien können Kopfschmerzen, Benommenheit, Dermatitis, Hyperpigmentierung und Husten- oder Brechreiz auslösen.